Auch die Hauptstadt kann es treffen

In einem Bericht des RBB wird von einem 4 1/2 stündigen Stromausfall in mehreren Berliner Stadtteilen berichtet. Der Grund des Ausfalls war, laut RBB, ein beschädigtes Kabel zwischen zwei Umspannwerken. Von diesem beschädigten Kabel waren 35.000 (!!!) Haushalte betroffen.

Schön, das das zuständige Energierunternehmen, welches dort das Netz betreibt, doch recht zügig reagiert hat. Wir wollen uns gar nicht erst ausmalen, wie ein Stromausfall in 35.000 Haushalten sich über beispielsweise 40 Stunden hin ausgewirkt hätte.

Immerhin war dies ein regional sehr stark begrenztes Ereignis. Dieses hätte man problemlos auch über einen längeren Zeitraum hin bewältigen können, selbst wenn umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen der Bevölkerung notwendig geworden wären.

Was aber nur EIN beschädigtes Kabel alles anrichten kann ... ;-)

TETRA zeigt seine schwachen Seiten

Ich verweise hiermit ausdrücklich auf einen Artikel, welcher seit heute online beim Heise-Verlag abrufbar ist. Darin wird in groben Zügen berichtet, welche Schwierigkeiten die Müchener Polizei mit dem TETRA-Digital-Funknetz anlässlich des jüngsten Amolkaufes hatte.

 Anmerken möchte ich in diesem Zusammenhang: Das bayerische TETRA-Funknetz ist weit BESSER ausgebaut als das restliche Bundesdeutsche Netz.

Stromausfall legt Stadt lahm

Heute habe ich in NINA, der Warn-App des BBK (http://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA.html) folgende Meldung gesehen:

18.10.2016 / 13:20:39
Betroffene Regionen: Gemeinde/Stadt Stadtgebiet Pulheim
Warnung: Stromausfall nach einer technischen Störung in einem Umspannwerk in Pulheim-Brauweiler. Stromausfall in weiten Bereichen der Stadt Pulheim. Dauer noch ca. 3 Stunden.
Handlungsempfehlungen: Schalten Sie Rundfunk und Fernsehen an. Informieren Sie sich über alle verfügbaren Medien [sic].

Interessant in diesem Zusammenhang: Zum einen kam die Entwarnung gerade eben erst (um 21:11 Uhr - sprich: 8 Stunden Stromausfall) - und zum anderen wird man aufgefordert das Fernsehen einzuschalten. Fragt sich nur, wie man das machen soll - so ganz ohne Strom!!!

Notfunk im Jugendrotkreuz

Da der Autor dieser Seiten auch ziemlich aktiv im Jugendrotkreuz ist, lag die Möglichkeit nahe, dieses direkt über das Thema "Notfunk" mit dem Amateurfunk in Verbindung zu bringen.

Aus diesem Grunde wurde ein Amateurfunk-Rufzeichen beantragt und zugeteilt (DL0JRK) welches zum einen für Conteste (VHF/UHF/SHF) aktiviert werden soll und und unter welchem zum anderen eine Notfunkstation in der betreffenden Rotkreuz-Unterkunft betrieben werden soll.

Nach Möglichkeit soll diese Notfunkstation dann sowohl eine Internet-Anbindung als auch eine direkte funkbasierte Anbindung an das HAMNET erhalten - falls gerade das Internet im Notfall nicht verfügbar sein soll.

Hier wird von den Fortschritten berichtet werden.

TETRA-Löcher (nicht nur) in der Großstadt

In einem äusserst interessanten Artikel berichtet der rbb über die Funklöcher in der TETRA-Netzabdeckung in Berlin. Im Artikel ist zwar immer nur die Rede von der Polizei - da Feuerwehr und Rettungsdienste aber das gleiche Netz nutzen, trifft es diese natürlich genauso.

In Bayern "dürfte dies natürlich nicht passieren" wird es jetzt höchstwahrscheinlich heissen, weil dort das TETRA-Funknetz so ausgebaut worden sein "soll", das sogar Funkverbindungen aus Häusern in der sogenannten "Grüteltragweise" (Funkgerät hängt am Hosengürtel) zustande kommen sollten.

Wer's glaubt, wird selig ;-)

Im Übrigen berichten durch die Bank ALLE BOS, das TETRA-Funkgeräte im DMO (im direkten Modus ohne das Netz zu nutzen) allem, womit die BOS bisher gearbeitet haben (oder noch arbeiten), gnadenlos unterlegen sind. Stellenweise sind noch nicht einmal Funkverbindungen auf wenigen hundert Metern oder "um die Ecke" möglich - kein Wunder: bei Freqeuenzen um die 400 MHz und digitale Modulation geht schon das eine oder andere Mal etwas "flöten" was man bei Analogfunkgeräte im Rauschen gerade noch hat aufnehmen können. Aktive Funkamateure wissen um die Unzulänglichkeiten des 70cm-Bandes im normalen Mobil-Relaisfunkbetrieb: Reflektionen an jedem noch so geringen Hindernis, Abschattungen durch jeden Strauch und Baum

Die Konsequenz aus allem ist übrigens: Das jahrzehntelang geplante Netz ist fehlgeplant - und die Milliardenkosten für den Aufbau desselben reichen bei weitem nicht aus!

Fazit:

Die digitalen und analogen Funksysteme der Funkamateure werden immer wichtiger - als Ausfallreserve und zur Ergänzung des löchrigen TETRA-Netzes.