Motivation für das Projekt

Da war zum einen der seit Jahren (bzw. seit meinem Umzug ins eigene Haus vor zwei Jahren) unaufgeräumte Keller, welcher (wie ich jetzt wieder weiß) einiges an Schätzen verborgen hielt.

Zum anderen war da aber noch das Buch „Blackout“ (1). In diesem wurde vom Autor ein großflächiger mehrwöchiger Stromausfall in ganze Europa thematisiert – und zwar weder reißerisch noch untertrieben – sondern in einer (meiner bescheidenen Meinung nach) recht neutralen Art und Weise.

Nach der Lektüre des Buches habe ich für mich folgendes mitgenommen: Kommunikation ist in den heutigen, vernetzten Zeiten nicht mehr nur eine „schöne Sache“ oder gar ein „notwendiges Übel“ - sondern essentiell wichtig, wenn man nicht nur an sich selber, sondern auch an die Mehrheit der Bevölkerung um einen Herum denkt. Ohne Kommunikation kommt kein Arzt, keine Feuerwehr, keine Hilfe bei Verkehrsunfällen. Ohne Kommunikation kann Hilfe weder herbeigerufen noch koordiniert werden. Dabei denke ich aber noch nicht mal an Datenkommunikation über das Internet oder andere Netzwerke. Ich denke dabei an Nachrichten, welche von einem zum anderen Ort geschickt werden – egal wie !!!

Ich möchte über den Inhalt des Buches natürlich nicht zu viel verraten (schließlich ist es meine ganz persönliche Leseempfehlung) – aber eines kann man als Essenz des Inhaltes sehen: Sollte jemals in Deutschland großflächig und für mehr als ein paar wenige Stunden die Stromversorgung zusammenbrechen – wird es den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (2) nach wenigen Stunden nicht mehr möglich sein, Hilferufe entgegen zu nehmen, Hilfseinsätze zu koordinieren, Hilfsdienste zu leiten und zu dirigieren oder einen Überblick über eine Lage (lokal oder großflächig) zu erhalten und zu bewahren.

Das vielbeschworene digitale (und definitiv von den Grundsätzen her NICHT-abhörsichere) Behördenfunknetz gemäß dem TETRA-Standard wird nach wenigen Stunden ohne Strom zusammenbrechen. Es gibt natürlich Batterien und unabhängige Stromversorgungen – jedoch sind nicht für den Dauerbetrieb und erst recht nicht für einen mehrtägigen Einsatz ausgelegt. Eine Rückfallebene auf Basis des alten analogen BOS-Gleichwellenfunknetzes wird nach dem vollständigen Übergang auf TETRA nicht mehr existieren – denn die Funkfrequenzen auf 80 MHz (4-Meter Band), 170 MHz (2-Meter Band) und 448 MHz (70cm Band) werden dann verkauft, versteigert und der Kommunikationsindustrie zum Fraß vorgeworfen.

Meine persönliche Motivation für dieses Projekt entspringt all dessen: Ich habe eine große Menge Kommunikationstechnik und -ausrüstung zu Hause „herumliegen“ - diese aber weder betriebsbereit noch auf die Schnelle für einen Einsatz verfügbar. Warum sollte ich diese nicht so vorbereiten und bereitstellen, das ich – im Falle des Falles – nur noch zugreifen, anschließen, einschalten – und dann Nachrichten übermitteln kann!

… zudem wollte ich schon lange endlich mal wieder meinen Keller aufräumen.

 

Fußnoten

(1) Marc Elsberg – Blackout (Morgen ist es zu spät) – ISBN 978-3442380299

(2) Zu den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (kurz BOS) zählen unter anderem die Polizeien des Bundes und der Länder (http://polizei.de), die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (http://thw.de), die Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren (http://de.wikipedia.org/wiki/Feuerwehr) sowie die Hilfs- und Rettungsdienste vom Arbeiter-Samariter-Bund (http://asb.de), dem Malteser-Hilfsdienst (http://malteser.de), der Johanniter Unfallhilfe (http://juh.de) und des Deutschen Roten Kreuzes (http://drk.de) und die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (http://dlrg.de). Nebenbei sind auch Stadtwerke und städtische Verkehrsbetriebe in diesem Verbund mit integriert – sowie natürlich die kommunalen Katastrophenschutz-Behörden der Kreisverwaltungsbehörden (http://denis.bund.de).