Projekt-Phase 2: Hilfskoffer

Alles, was nicht unmittelbar zum Betrieb der Funkgeräte notwendig war, wanderte in separate Koffer. Dabei entstanden noch die nachfolgend beschriebenen Koffer.

Stromkoffer (Koffer S1)
In insgesamt zwei Koffern findet man alles notwendige, was man benötigt um die Funkgeräte und Zubehör an 230V (über Netzteile), 12 Volt aus Batterien und 12 Volt im Auto betreiben zu können: Kabel, Adapter, Verteiler, Netzgeräte, Inverter usw. Dieser Koffer wird vermutlich benötigt, wenn eine Funkzentrale (siehe Einsatzkonzepte) errichtet und betrieben werden soll.

Hochfrequenz-Koffer (Koffer HF)
Dieser beinhaltet alles, was notwendig ist, um Funkgeräte mit Antennen zu verbinden, Antennen auszumessen und anzupassen oder gar eine Fehlersuche im Hochfrequenz-Bereich vorzunehmen: Messgeräte, Kabel, Adapter-Box, Matchbox für Kurzwelle, Dummy-Load (künstliche Antenne). Dieser Koffer ist ein typischer Service-Koffer und wird keinesfalls von jedem Funkarbeitsplatz benötigt, sondern reist mit dem "Service-Techniker" umher und wird von diesem im Schadensfall oder bei Aufbauproblemen eingesetzt.

Ja auch in der Katastrophe ist Kundendienst gefragt. Schliesslich sind wir notfunkende Funkamateure Dienstleister und Fachleute, wenn es um jegliche Funktechnik und drahtlose Kommunikation geht.


Durchsageverstärker (Koffer PA)

Ein altes CB-Funkgerät, welches seine besten Tage hinter sich hatte, wurde von mir aber nicht weggeworfen, da es eine besondere (und heutzutage bei CB-Funkgeräten nur noch vereinzelt auffindbare) Funktion besitzt: "PA" = "Public Adress" - ein Durchsageverstärker
Interessanterweise hatte ich sogar einen wasserdichten Druckkammer-Lautsprecher im Keller liegen. Somit leistet dieses alte CB-Funkgerät nun seinen Dienst quasi als Megaphon und portable oder stationäre Durchsage-Anlage.

Wer weiss schon, wann diese jemals gebraucht wird. Sollte dies jedoch einmal der Fall sein, tendiert die Anzahl der verfügbaren Megaphone ziemlich sicher gegen Null.



Werkzeug (Koffer W)

Natürlich musste ein Satz Werkzeuge her. Dinge wie Schraubendreher, Zangen, Isolierband, Steckschlüssel, Strommessgerät und ähnliches sind unverzichtbar für jeden Funkamateur - und für einen Notfunker erst recht. Damit reiht sich auch dieser Koffer ein in die zuvor beschriebenen "Service-Koffer" und gehört somit auf den Handwagen oder in den Kofferraum desjenigen, welcher dafür sorgt, das seine Funkstationen beriebsbereit bleiben können.